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Umweltbeziehungen

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Umwelt und Energie sind Schwerpunkte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit Deutschlands mit Indien.

Windmills in Jaiselmer
Windmills in Jaiselmer© picture alliance/dpa

Umwelt und Energie sind Schwerpunkte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit Deutschlands mit Indien.

Bereits im September 1998 unterzeichneten die Umweltminister beider Staaten ein „Memorandum of Understanding“, das auf die Ergänzung von Entwicklungsprojekten in ausgewählten Bereichen abzielt. Umwelt- und Naturschutz ist auch aktuell einer der drei Schwerpunktsektoren der Entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit Indien.

Auch im Rahmen der 2008 von der Bundesregierung ins Leben gerufenen, internationalen Klimaschutzinitiative werden Projekte in Indien gefördert. Diese beschäftigen sich vor allem mit erneuerbaren Energien. Die Mittel hierfür kommen aus der Versteigerung von Emissionszertifikaten in Deutschland.

Angesichts der drängenden Herausforderungen im Umweltbereich setzt Deutschland zudem auf einen verstärkten politischen Dialog mit Indien. Im November 2008 eröffnete Bundesminister Gabriel zusammen mit seinem indischen Kollegen das erste deutsch-indische Umweltforum in New Delhi. Im Zentrum standen die Themen Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft, Energieeffizienz, erneuerbare Energien und der Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (CDM) des Kyoto-Protokolls. 2011 nahm der damalige indische Umweltminister Ramesh am „Petersberger Klimadialog“ in Berlin teil. Zwischen 2009 und 2011 fand zudem jährlich der bilaterale „Carbon Bazaar“ statt, der sich mit praktischen Fragen des Emissionshandels beschäftigt. Seit 2012 ist diese Veranstaltung in der jährlichen Veranstaltung „Carbon Conclave“ des Kammerdachverbands FICCI aufgegangen, enthält aber weiterhin eine starke deutsche Komponente.

Solar Panels
Solar Panels© picture alliance/dpa

Als erstes großen Schwellenland trat Indien im März 2009 der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) bei. Indien beteiligte sich zuvor bereits an der von der Bundesregierung initiierten, internationalen Bonner Konferenz zu erneuerbaren Energien (“Renewables 2004”) im Juni 2004, wirkt in dem dort gegründeten Netzwerk für erneuerbare Energien REN 21 mit und war Ausrichter der 3. Folgekonferenz (seit Bonn 2004), die vom 26.-29. Oktober 2010 unter dem Titel „Delhi International Renewable Energy Conference“ (DIREC 2010) in Neu Delhi statt fand.

Anlässlich der zweiten deutsch-indischen Regierungskonsultationen April 2013 in Berlin haben beide Regierung eine Gemeinsame Erklärung zum Ausbau des indischen Stromnetzes für Erneuerbare Energien ("Green Energy Corridors") unterzeichnet. Die deutsche Regierung möchte den Ausbau dieser Grünen Energiekorridore in Indien mit 1 Milliarde Euro in den kommenden Jahren unterstützen.

Quelle:Auswärtiges Amt

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