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Bescheinigungen, Beglaubigungen und Urkundenprüfungen

Artikel

Hier informieren wir Sie, welche Bescheinigungen wir ausstellen können und wie das Verfahren zur Überprüfung indischer Urkunden funktioniert.

Hinweis: Die im Folgenden aufgeführten Gebühren sind zum jeweils gültigen Wechselkurs Ihrer Vertretung in Rupien zu bezahlen.

Bescheinigungen

Die Vertretungen können nur Bescheinigungen ausstellen über Sachverhalte, die ihnen amtlich bekannt sind. Die Gebühr hängt vom Einzelfall ab und kann von 25 EUR bis zu 300 EUR betragen.

Lebensbescheinigungen
Die deutschen Auslandsvertretungen können Lebensbescheinigungen ausstellen. Hierzu ist eine persönliche Vorsprache des Betroffenen bei der Konsularabteilung notwendig. Bitte bringen Sie neben dem Formular Ihren Pass oder einen anderen Lichtbildausweis mit. Die Bestätigung einer Lebensbescheinigung für die gesetzliche Rente oder Pension ist gebührenfrei; in allen anderen Fällen beträgt die Gebühr 25 EUR.

Beglaubigung von Fotokopien

Die deutschen Auslandsvertretungen können die Übereinstimmung von Fotokopien mit dem Original/beglaubigter Kopie eines Dokuments bestätigen. Dafür ist die Vorlage des Originals/der beglaubigten Kopie erforderlich.
Die Gebühr für ein Schriftstück in deutscher oder einer anderen Sprache mit lateinischen Schriftzeichen beträgt je angefangene Seite 1 EUR, mindestens jedoch 10 EUR. Für Schriftstücke mit nicht-lateinischen Schriftzeichen beträgt die Gebühr 1,50 EUR je angefangene Seite, mindestens jedoch 15 EUR.

Beglaubigung von Unterschriften

Die deutschen Auslandsvertretungen können Unterschriftsbeglaubigungen vornehmen, d.h. die Identität des Unterzeichners und die Echtheit seiner Unterschrift auf einem Dokument bestätigen. Dafür ist die persönliche Vorsprache und Vorlage eines Lichtbildausweises (z.B. Reisepass) erforderlich. Die Unterschrift muss vor dem Konsularbeamten vollzogen oder anerkannt werden. Die Mindestgebühr beträgt 20 EUR, kann jedoch je nach dem zugrunde liegenden Rechtsgeschäft bis zu 250 EUR betragen.

Bitte beachten Sie:
nach einer Änderung des Geldwäschegesetzes sind die deutschen Vertretungen nicht mehr berechtigt, Unterschriftsbeglaubigungen und Identitätsprüfungen bei Kontoeröffnungen, Kreditkartenanträgen und vergleichbaren Fällen vorzunehmen.
Bitte wenden Sie sich wegen des weiteren Vorgehens an die Bank, die Ihnen die Unterlagen zugeschickt bzw. zur Identitätsprüfung an die deutsche Auslandsvertretung verwiesen hat.
Eine Sonderregelung gilt nur für ausländische Studenten, die ein Sperrkonto eröffnen möchten.

Beurkundungen

Bei einigen wenigen Rechtsgeschäften ist eine Beurkundung erforderlich, so z.B. bei bestimmten Grundstücksgeschäften, Vaterschaftsanerkennungen und Erbscheinsanträgen. In diesen Fällen wenden Sie sich bitte zur Klärung bestehender Fragen und zur Terminabsprache vorab an die Konsularabteilung der Auslandsvertretung.

Urkundenprüfung indischer Urkunden

Die Voraussetzungen zur Legalisation von öffentlichen Urkunden aus Indien sind nicht gegeben. Daher wurde die Legalisation mit Billigung des Auswärtigen Amtes im Jahr 2000 eingestellt.
Die Vertretungen können jedoch in Amtshilfe bzw. Rechtshilfe für deutsche Behörden und Gerichte gutachtlich prüfen, ob der bescheinigte Sachverhalt zutrifft und hierdurch den inländischen Stellen Entscheidungshilfen geben. Ob eine Überprüfung erforderlich ist, liegt im Ermessen der jeweiligen Behörde oder des Gerichts, wo die Urkunde zu Beweiszwecken verwendet werden soll. Von Privatpersonen kann eine Urkundenprüfung hingegen nicht veranlasst werden.
Weitergehende Informationen zum Verfahren können Sie den nachfolgenden Merkblättern der für Sie zuständigen Vertretung entnehmen:

Merkblatt der Botschaft Neu-Delhi

Merkblatt des Konsulats Bangalore

Merkblatt des Konsulats Kolkata

Merkblatt des Konsulats Chennai

Merkblatt des Konsulats Mumbai

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