Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Kulturelle Zusammenarbeit

Artikel

Basis des deutsch-indischen kulturellen Austauschs ist das bilaterale Kulturabkommen von 1969. Es regelt die Grundlagen der Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur und Bildung zwischen Deutschland und Indien.

Namaste Deutschland 2016
Namaste Deutschland 2016© Deutsche Botschaft Neu Delhi
Basis des deutsch-indischen kulturellen Austauschs ist das bilaterale Kulturabkommen von 1969. Es regelt die Grundlagen der Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur und Bildung zwischen Deutschland und Indien.

In Indien gibt es sechs Goethe-Institute, die unter dem Namen „Max Mueller Bhavan (MMB)“ – benannt nach dem deutschen Indologen Max Müller (1823 – 1900) - arbeiten.

Die Institute leisten Programm-, Sprach- und Informationsarbeit in New Delhi, Kalkutta, Chennai, Bangalore, Mumbai und Pune. Das Goethe-Institut in New Delhi ist zugleich das Regionalinstitut für Südasien. Das Institutsnetzwerk wird ergänzt durch fünf Goethe-Zentren in Ahmedabad, Chandigarh, Coimbatore, Hyderabad und Trivandrum.

Neben der Veranstaltung und Organisation von Kulturprogrammen bildet die Spracharbeit einen wichtigen Schwerpunkt. Seit Jahren nimmt die Zahl der Teilnehmer/innen an den Deutschkursen der Goethe-Institute und –Zentren beständig zu.

Grünes Logo des Goethe-Instituts
GI Logo© Goethe-Institut

Die PASCH-Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ wurde 2008 vom Auswärtigen Amt gestartet mit dem Ziel, ein globales Netzwerk von Partnerschulen mit deutschsprachigem Angebot zu schaffen und zu verdichten. Im Rahmen der PASCH-Initiative konnten das Goethe-Institute (GI) und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Indien 54 Schulen gewinnen, an denen Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird.

Die Zahl der Deutschschüler/innen an diesen Schulen liegt bei circa 15.000. Auch mit der landesweit präsenten Schulkette Kendriya Vidyalaya Sangathan mit über 1000 Schulen arbeitet das GI seit Jahren eng zusammen. Darüber hinaus gibt es im Rahmen der „Bildungskooperation Deutsch“ des Goethe Instituts weitere Schulen in Indien, die mit großem Erfolg Deutsch als Fremdsprache anbieten.

Initiativen von deutscher Seite umfassen auch Aspekte der beruflicher Bildung, die – gemeinsam mit der indischen Industrie – noch verstärkt werden. Die Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in New Delhi fördert die bilaterale Hochschul- und Forschungskooperation und befasst sich mit Stipendienprogrammen und Studienberatung. Der DAAD bietet in Indien alle regulären Förderprogramme sowie eine Reihe von indienspezifischen, z.T. ko-finanzierten Sonderprogrammen an, u.a. Wissenschaftleraustausch- und projektbezogene Personenaustauschprogramme. Derzeit sind rd. 15.500 indische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Seit 2009 fördert der DAAD im Rahmen der Programm-Initiative „A new Passage to India“ Studien- und Forschungsaufenthalte nach Indien. Momentan sind 4 Lektoren für Deutsch als Fremdsprache in Indien tätig.

Das Südasien-Institut der Universität Heidelberg ist seit 1962 mit einer Außenstelle in New Delhi vertreten und hat eine wichtige Brückenfunktion für Indologen deutscher und indischer Forschungsinstitutionen.

Es gibt in New Delhi eine bis zum Abitur führende anerkannte deutschsprachige Auslandsschule. Darüber hinaus gibt es Deutsche Schule Bombay in Mumbai mit einem deutschen und einem internationalen Zweig.

Die deutschen Auslandsvertretungen in Indien tragen im Rahmen des Programmes für Kulturerhalt des Auswärtigen Amtes zur Restauration indischer Kulturgüter bei. In den letzten Jahren wurden Arbeiten am Mogulgrabmal Chausath Khamba in New Delhi und am Avalokitesvara-Tempel in Ladakh sowie die Restaurierung des Schwarzen Pavillons im Mogulgarten Shalimar Bagh in Srinagar gefördert.

Zur Zeit wird ein Projekt „Ziegenbalg Museums“ in Thanrangambadi in Südindien on GK Chennai verfolgt. Der Bund fördert das Vorhaben der Errichtung des Museums aus Mitteln des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amtes. Ziegenbalg wirkte ab 1706 in Tharangambadi (früherTranquebar). Er übersetzte das Neuen Testaments ins Tamilische und engagierte sich im sozialen Bereich. So gründete er unter anderem Kinderheime und mehrere Schulen.

Darüber hinaus läuft auch das Projekt „Qutb Shahi Heritage Park“ in Hyderabad, das ebenfalls vom GK Chennai betreut werden.

Das Nationalmuseum in New Delhi verfügt neben reichen Beständen zur vieltausendjährigen Geschichte Indiens u.a. auch über eine erlesene Sammlung von Wandmalereien der Seidenstraße. Sie wurde durch Sir Aurel Stein (1862-1943) geborgen und nach Indien gebracht. Eine deutsch-indische Kooperation bei der Erhaltung, Erforschung, Digitalisierung und Ausstellung der Turfan-Fresken entwickelt sich positiv. Das künftige Humboldtforum mit seiner Ausrichtung auf die Präsentation der Kulturen der Welt bietet eine gute Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit.

NGO Stairs Football Event
NGO Stairs Football Event© Deutsche Botschaft Neu Delhi

In Indien gibt es mittlerweile eine junge, auch westlich orientierte Musikszene. Neue Musiklokale können so als Auftrittsorte für Bands auf Konzertreisen genutzt werden können. Im Dezember letztes Jahr hat eine deutsche Pop-Folk Band aus Chiemgau in Bayern „Django 3000“ eine Tournee in verschiedenen Staaten in Indien gemacht, die von den deutschen Auslandsvertretungen in Indien finanziert und organisiert wurde. Die Band mit ihrem dynamischen Auftritt hat das Publikum begeistert.

Außerdem besteht großes Interesse in Indien an einer Kooperation im Bereich Sport, dabei v.a. im Bereich Fußball. Die U17 Fußball-Weltmeisterschaft wird im Oktober 2017 in Indien ausgetragen. Demnächst wird ein Fußball-Trainer aus Deutschland (DOSB) nach Indien entsandt. Zudem fand Anfang 2016 in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt, der Botschaft und den Generalkonsulaten eine 10-tägige Reise der Studenten-Nationalmannschaft (Deutscher Fußball Bund e.V.) in Städten Delhi, Aizawal, Kalkutta und Bangalore statt. Neben den Freundschaftsspielen standen soziale Aktivitäten im Vordergrund. So wurde für das Team in Delhi zusammen mit der NGO STAIRS ein Grass Root Camp organisiert, in dem mit sozial benachteiligten Mädchen und Jungen trainiert wurde.

Weitere Informationen

In Indien werden Dirndl nach alter bayerischer Tradition produziert. Hierbei wird jedoch kein gewöhnlicher Stoff verwendet, sondern ein sogenanntes Sari-Tuch. Während diverser Indien-Aufenthalte kam drei Studenten die Idee, die bunten farbenfrohen Sari-Stoffe für ein Dirndl zu nutzen.

Sari meets Dirndl

nach oben