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Kulturelle Zusammenarbeit

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Basis des deutsch-indischen kulturellen Austauschs ist das bilaterale Kulturabkommen von 1969. Es regelt die Grundlagen der Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur und Bildung zwischen Deutschland und Indien.

Die Veranstaltung fand in Carmel Convent Schule statt
Die Veranstaltung fand in Carmel Convent Schule statt© Carmel Convent School

Basis des deutsch-indischen kulturellen Austauschs ist das bilaterale Kulturabkommen von 1969. Es regelt die Grundlagen der Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur und Bildung zwischen Deutschland und Indien.
In Indien gibt es sechs Goethe-Institute, die unter dem Namen „Max Mueller Bhavan (MMB)“ – benannt nach dem deutschen Indologen Max Müller (1823 – 1900) - arbeiten.

Green Logo of the Goethe-Institut
Green Logo of the Goethe-Institut© Goethe-Institut

Die Institute leisten Programm-, Sprach- und Informationsarbeit in New Delhi, Kalkutta, Chennai, Bangalore, Mumbai und Pune. Das Goethe-Institut in New Delhi ist zugleich das Regionalinstitut für Südasien. Das Institutsnetzwerk wird ergänzt durch fünf Goethe-Zentren in Ahmedabad, Chandigarh, Coimbatore, Hyderabad und Trivandrum.

Neben der Veranstaltung und Organisation von Kulturprogrammen bildet die Spracharbeit einen wichtigen Schwerpunkt. Seit Jahren nimmt die Zahl der Teilnehmer/innen an den Deutschkursen der Goethe-Institute und –Zentren beständig zu.

Logo der Initiative Schulen: Partner der Zukunft
Schulen: Partner der Zukunft© Auswärtiges Amt

Die PASCH-Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ wurde 2008 vom Auswärtigen Amt gestartet mit dem Ziel, ein globales Netzwerk von Partnerschulen mit deutschsprachigem Angebot zu schaffen und zu verdichten. Im Rahmen der PASCH-Initiative konnten das Goethe-Institute (GI) und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Indien 48 Schulen in Indien gewinnen, an denen Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird.

Die Zahl der Deutschschüler/innen an diesen Schulen liegt bei mehr als 15.000. Auch mit der landesweit präsenten Schulkette Kendriya Vidyalaya Sangathan mit über 1000 Schulen arbeitet das GI seit Jahren eng zusammen. Darüber hinaus gibt es im Rahmen der „Bildungskooperation Deutsch“ des Goethe Instituts weitere Schulen in Indien, die mit großem Erfolg Deutsch als Fremdsprache anbieten.

Indische Deutschlernerinnen wurden vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) mit einem einmonatigen Stipendium in Deutschland ausgezeichnet, hier mit einer Mitarbeiterin der deutschen Botschaft
Indische Deutschlernerinnen wurden vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) mit einem einmonatigen Stipendium in Deutschland ausgezeichnet, hier mit einer Mitarbeiterin der deutschen Botschaft© Deutsche Botschaft Neu Delhi

Auch das Internationale Preisträgerprogramm dient der Förderung der deutschen Sprache im Ausland und ermöglicht es Lernenden weltweit, im Rahmen eines Stipendiums nach Deutschland zu reisen. Jedes Jahr werden etwa 500 Schülerinnen und Schüler aus mehr als 90 Ländern anhand ihrer herausragenden Leistungen beim Spracherwerb ausgewählt, an dem Programm teilzunehmen. Auch indische Studenten sind regelmäßige Teilnehmer. Das Auswahlverfahren wird vom Goethe Institut/ Max Müller Bhavan sowie von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) durchgeführt.

Es gibt in New Delhi eine bis zum Abitur führende anerkannte deutschsprachige Auslandsschule, die Deutsche Schule Neu Delhi (DSND). Darüber hinaus gibt es die Deutsche Schule Bombay in Mumbai mit einem deutschen und einem internationalen Zweig.

DAAD Young Ambassadors mit Stephan Lanzinger, Deutsche Botschaft, Heike Mock, DAAD und anderen Mitarbeitern der Botschaft und DAAD
DAAD Young Ambassadors mit Stephan Lanzinger, Deutsche Botschaft, Heike Mock, DAAD und anderen Mitarbeitern der Botschaft und DAAD© DAAD

Initiativen von deutscher Seite umfassen auch Aspekte der beruflicher Bildung, die – gemeinsam mit der indischen Industrie – noch verstärkt werden. Die Außenstelle des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in New Delhi fördert die bilaterale Hochschul- und Forschungskooperation und befasst sich mit Stipendienprogrammen und Studienberatung. Der DAAD bietet in Indien alle regulären Förderprogramme sowie eine Reihe von indienspezifischen, z.T. ko-finanzierten Sonderprogrammen an, u.a. Wissenschaftleraustausch- und projektbezogene Austauschprogramme. Derzeit sind rund  17.500 indische Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Seit 2009 fördert der DAAD im Rahmen der Programm-Initiative „A new Passage to India“ Studien- und Forschungsaufenthalte nach Indien. Momentan sind 4 Lektoren für Deutsch als Fremdsprache in Indien tätig.

Das Südasien-Institut der Universität Heidelberg ist seit 1962 mit einer Außenstelle in New Delhi vertreten und hat eine wichtige Brückenfunktion für Indologen deutscher und indischer Forschungsinstitutionen.

Die deutschen Auslandsvertretungen in Indien tragen im Rahmen des Programmes für Kulturerhalt des Auswärtigen Amtes spürbar zur Restauration wichtiger indischer Kulturgüter bei. In den letzten Jahren wurden Arbeiten am Mogulgrabmal Chausath Khamba in New Delhi und am Avalokitesvara-Tempel in Ladakh sowie die Restaurierung des Schwarzen Pavillons im Mogulgarten Shalimar Bagh in Srinagar gefördert.

Die 'Oont Kadal' Brücke im Hintergrund
Die 'Oont Kadal' Brücke im Hintergrund© Deutsche Botschaft Neu Delhi

Das Auswärtige Amt wird die Restauration von „Oont Kadal“ (=Kamelbrücke) in Srinagar unterstützen. Die Botschaft hat kürzlich einen Kooperationsvertrag mit dem National Trust for Art and Cultural Heritage (INTACH) über die Restauration von „Oont Kadal“, einer bogenförmigen Brücke aus dem 17. Jahrhundert in der Mitte des Dal Sees, unterzeichnet.

Darüber hinaus wird zurzeit ein Projekt “Qutb Shahi Heritage Park” in Hyderabad von GK Chennai verfolgt. Das Projekt wird durch die Bundesregierung i.R.d. Programmes für Kulturerhalt co-finanziert. Der Quli Qutb Shah Archäologische Garten, der aus Qutb Shahi Gräberkomplex und Deccan Park besteht, ist einer der bedeutendsten mittelalterlichen Nekropole mit 70 Strukturen. 

Zudem wurde  das Projekt „Ziegenbalg Museum“ in Thanrangambadi in Südindien vom GK Chennai unterstützt. Der Bund förderte das Vorhaben der Errichtung des Museums aus Mitteln des Kulturerhalt-Programms des Auswärtigen Amtes. Ziegenbalg wirkte ab 1706 in Tharangambadi (früher Tranquebar). Er übersetzte das Neue Testament ins Tamilische und engagierte sich im sozialen Bereich. So gründete er unter anderem Kinderheime und mehrere Schulen.

Das Nationalmuseum in New Delhi verfügt neben reichen Beständen zur vieltausendjährigen Geschichte Indiens u.a. auch über eine erlesene Sammlung von Wandmalereien der Seidenstraße. Eine deutsch-indische Kooperation zu  Erhalt, Erforschung, Digitalisierung und Ausstellung der Turfan-Fresken ist angedacht. Das künftige Humboldt Forum mit seiner Ausrichtung auf die Präsentation der Kulturen der Welt bietet hier eine gute Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit.

Außerdem veranstaltete die Deutsche Botschaft Neu Delhi 2017 eine Ausstellung „Travels of Prince Waldemar to India (1844-1846)“ im India International Centre. Das einzigartige Album historischer Lithographien wurde der Öffentlichkeit von der Deutschen Botschaft offiziell im November 2016 in Chandigarh vorgestellt. Die Herausgabe des Albums wurde von der Regierung Punjabs angestoßen. Die Ausstellung der ausgewählten Lithographien bat den Zuschauern eine Gelegenheit, die Reise des Prinzen Waldemar von Preußen in Indien nachzuempfinden. 2018 wurde die Ausstellung in Hyderabad gezeigt und hat eine sehr positive Resonanz von der Stadt des Nizams erhalten.

Germany's youth jazz orchestra 'Bundesjazzorchestra’ gave a mesmerizing performance
Germany's youth jazz orchestra 'Bundesjazzorchestra’ gave a mesmerizing performance© German Embassy New Delhi

In Indien gibt es eine junge, westlich orientierte Musikszene. Musiklokale können so als Auftrittsorte für Bands auf Konzertreisen genutzt werden können. Auf Einladung der Deutschen Botschaft Neu Delhi reiste das Bundesjazzorchester (BuJazzO) in Oktober letztes Jahr nach Indien und trat an einer indischen Schule auf. Die Band hat mit ihrem dynamischen Auftritt die Schüler begeistert. 

Sport spielt eine wichtige Rolle, um Menschen und insbesondere Jugendliche aus unterschiedlichen Gesellschaften und Kultur zusammen zu bringen.

Johanna Borchardt, Head of Culture Department, German Embassy, handing over footballs to girls team of YFC Rurka Kalan
Johanna Borchardt, Head of Culture Department, German Embassy, handing over footballs to girls team of YFC Rurka Kalan© German Embassy New Delhi

Im Rahmen der internationalen Sportförderung kommt insbesondere auch der Förderung des Jugendsports eine besondere Bedeutung in der Außenpolitik Deutschlands zu. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Intitiative „Kick for Tolerance“, die seit einigen Jahren aus Mitteln des Auswärtigen Amts unterstützt wird. Dieses einzigartige Entwicklungsprojekt, bei dem indische Schüler in sportlichen Unterrichtseinheiten wichtige Lektionen, etwa zum Thema Bildung, Hygiene und Gleichberechtigung lernen, findet in dem Dorf Rurka Kalan im Punjab statt. Neben vielen sportlichen Aktikitäten innerhalb der Gemeinschaft, bietet es Kindern aus dieser dörflichen Gegend und ihren Eltern die Möglichkeit, nicht nur über den Tellerrand, sondern auch über Landesgrenzen hinaus zu blicken. Auf diese Weise können auch bilaterale und internationale Kontakte geknüpft werden.Generell ist Fußball in den letzten Jahren in Indien populär geworden.

Enthusiastic children at Springdales Dhaula Kuan
Enthusiastic children at Springdales Dhaula Kuan© German Embassy New Delhi

Die erfolgreiche Austragung der U17 Fußball Weltmeisterschaft in Indien zeigte die Begeisterung der Inder für Fußball. Fußball ist der beliebteste Sport Deutschlands und ein wichtiger Aspekte der deutschen Identität.  Die Deutsche Botschaft hat 2017 den aufstrebenden indischen Fußballspielern der STAIRS Fußball Akademie Fußbälle und kleine Geschenke geschenkt. Sie wurden für das STAIRS Scholarship Programm aus mehr als 30,000 Kindern ausgewählt. Die NGO Stairs  engagiert sich für die Förderung von Sport in Indien.
Darüber hinaus wurden im November 2017 zwei deutsche Fußball-Freestyler nach Indien eingeladen.  Sie sind an verschiedenen Orten in Delhi wie beispielsweise am Goethe Institut Max Mueller Bhavan und an Pasch Schulen aber auch an öffentlichen Plätzen aufgetreten. Mit ihren Tricks haben sie das große Publikum in Delhi und Goa begeistert.


Weitere Informationen

In Indien werden Dirndl nach alter bayerischer Tradition produziert. Hierbei wird jedoch kein gewöhnlicher Stoff verwendet, sondern ein sogenanntes Sari-Tuch. Während diverser Indien-Aufenthalte kam drei Studenten die Idee, die bunten farbenfrohen Sari-Stoffe für ein Dirndl zu nutzen.

Sari meets Dirndl

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